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Denken
 
"Herr, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, wie sie denken!"

(Frei nach dem Bibelspruch: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun")


Zum Thema "Denken" biete ich auf dieser und auf weiterführenden Seiten erste Texte an.
weitere  Seiten:
1. Denken -   Lust oder Last? 
 
2. Was ist Denken?
 
3. Das Geheimnis des Denkens
- u.a. über die angeborene  Fähigkeit zum Selbstdenken und ihre systematische Zerstörung durch Schulbildung
 
4. Denk-Unterschiede: Männer und Frauen denken unterschiedlich, Männer auch, Frauen auch, ...
 
5. Denken nur in Worten? - Über den Zusammenhang von Denken und Sprache
6. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
 
7. Bilderstürmer: Die Ablösung des bildhaften Denkens durch das abstrakte Denken
 
8. Der Mönch und sein Meister: Eine Geschichte über einen Lehrer, der seinen Schüler  nicht Wissen sondern Denken lehrte
 
9. Das wissenschaftliche Denken: die beiden in der Wissenschaft möglichen Methoden des Denkens 
 
10. Logik: Unlogik - formale Logik - dialektische Logik - zwingende Logik
11. Dialektik  - Die Gegensätze fügen sich zur Harmonie
12. männliches Denken  und sein Extrem: Autismus
 
13. Beispiele für die unterschiedliche Sichtweise von Männern und  Frauen zu philosophischen, naturwissenschaftlichen und sonstiges Fragen
 
14. Babajaga und die Optimierung: Der Vorteil des Denken-Könnens gegenüber dem Auswendiglernen
 


1. Denken - Lust oder Last? Wer  von den beiden Herren  hat recht?

Denken ist das größte Vergnügen der menschlichen Rasse.
       Karl Marx

oder:

Der Mensch zerfällt in zwei Teile.
Einen männlichen, der nicht denken will,
und einen weiblichen, der nicht denken kann.
Kurt Tucholsky
 
2. Was ist Denken ?
Die Definition von "Denken" ist gar nicht so leicht. 
An folgenden Beispielen und Überlegungen will ich die Probleme sichtbar machen:

1. In letzter Zeit häufen sich die Beobachtungen  an Tieren, daß diese "Denk"-Leistungen vollbringen können, die man ihnen bisher eigentlich nicht zugetraut hatte, z. B. die Fähigkeit der Selbsterkenntnis mit Hilfe eines Spiegels: ein Vogel erkennt im Spiegel, daß etwas an seinem Gefieder nicht stimmt (der Versuchsleiter hatte ihm eine Markierung auf der Brust angebracht) und  versucht, diese zu entfernen.

2. Andererseits wird von "künstlicher Intelligenz" bei Robotern und Computern gesprochen, die dem Menschen angeblich Arbeit beim Denken abnehmen können. Sie führen Rechenoperationen aus, die der Mensch mit Hilfe seines Gehirns ausführt. Sieht man genauer hin, sind es Tätigkeiten, die zwar vom Gehirn ausgeführt werden, jedoch  nach einem vorgegebenen Schema, ohne "aktives Denken". Es sind Wiederholungen der immer wieder gleichen "Denk"-Schritte. Die Maschine arbeitet ein Programm ab. Wenn sie sich anders verhält als der Mensch von ihr erwartet, ist sie nicht kreativ, sondern defekt.
Echtes Denken enthält also immer eine im wahrsten Sinne des Wortes "unberechenbare" Komponente.

3. Wenn man also - und das ist der "Denkfehler" im Zusammenhang mit der "künstlichen Intelligenz" - alle Tätigkeiten des Gehirns  in gleicher Weise "denken" nennt, kommt man zu  keiner brauchbaren Definition. Dann sind die unterschiedlichen Qualitäten, in denen dieses Denken erfolgt, noch nicht erkannt. Es geht aber darum, zu erkennen, was das menschliche Denken gegenüber den Denkleistungen von Tieren oder auch von Maschinen so anders und so einzigartig macht.


Ich versuche es mit dieser "Definition":
Wenn Wissen der Inhalt des Denkens ist,  so ist Denken die Art und Weise, in der das Wissen aufgenommen, gespeichert, verarbeitet, kombiniert, ergänzt, weitergegeben und  auch vergessen wird.

   Denken beinhaltet u. a., vorhandene Informationen sinnvoll miteinander zu verknüpfen.  Diese Verknüpfungen testet man am besten in Streitgesprächen. Deshalb habe ich in solchen heftigen Diskussionen, in denen die verschiedensten Meinungen (verschiedene Varianten von Informations-Verknüpfungen) aufeinanderprallten, am meisten gelernt.
     Natürlich müssen nun auch die Begriffe "Information", "verknüpfen" und "sinnvoll" definiert werden.  

Mit der obigen Formulierung will ich vor allem eines betonen:
    Das reine Aufnehmen, Speichern und Wiedergeben von Informationen ist noch kein Denken.

    In der BDE, der Brockhaus-Enzyklopädie, steht unter  Denken so viel hochgelahrtes Zeug, daß ein einfacher Mensch sich erschrecken kann  vor der Kompliziertheit des Denkens, und seine Lust, über das Denken nachzudenken, unter Umständen schwindet.  Man kann lesen über "Denkmethoden", "Denkstile", "Denkgesetze", "Denkformen" usw. Einige "Denk-Fehler" sind auch in dem Text und ich werde irgendwann darauf zurückkommen.
   Elementare Erläuterungen fehlen ganz, z. B. die, daß Denken wesentlicher Teil der Fähigkeit ist, die Umwelt abzubilden bzw. wiederzuspiegeln. Manche Wissenschaftler bezeichnen Denken als die höchste psychische Fähigkeit des Menschen und der Materie schlechthin. Das ist typisch männlich gedacht:
"Cogito, ergo summ." - Ich denke, also bin ich (Descartes). Heißt das, daß die meisten Männer sich über das Denken definieren?
BDE siehe  Quellen
 
  Ich denke, man erfährt mehr über das Denken, wenn man zuerst einmal sich selbst beobachtet beim Denken und wenn man dann versucht, diese Beobachtungen mit eigenen Worten zu beschreiben.

   Die meisten koppeln die Vorstellung von dem, was Denken ist, an den Begriff Sprache. Damit ist ein weiteres Streitgebiet umrissen: Ist Sprache an Worte gebunden, oder sind auch Bildersprache, Zeichensprache, Körpersprache "echte" Sprachen?
Ein Kollege sagte einmal - und der Satz ist hintersinniger als es
auf den ersten Blick
erscheint - :
"Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?"
3. Das Geheimnis des Denkens
     Es geht u. a. um die angeborene  Fähigkeit zum Selbstdenken und ihre systematische Zerstörung durch Schulbildung.

  Ausgangspunkt eines Nachdenkens über das Denken und die Denkmethoden ist für mich immer Friedrich Engels Deutung des Begriffs "Freiheit" als die auf der Kenntnis der Gesetze der Natur, der Gesellschaft und des menschlichen Denkens beruhende Fähigkeit zum selbstbestimmten Handeln.
  Nur, wenn ich weiß, wie ich denke, wie mein Denken funktioniert, kann ich  "mich durchschauen",  mich erkennen, mich verstehen. Wenn ich verstehen will, warum ich so denke, wie ich denke, dann muß ich wissen, wie Denken funktioniert.
4. Denk-Unterschiede
- alles eine Frage des Trainings?
    Männer und Frauen denken unterschiedlich, Männer auch, Frauen auch, ...
      Da schneite uns gerade jetzt eine  Studie aus den USA ins Haus, die nun bewiesen haben soll, daß Frauen "schneller" denken.
       Bei der Orientierung in fremder Umgebung ziehen die Frauen die sogenannte "Fixpunkt"-Orientierung vor, während sich Männer abstrakter, nach Geometrie (Himmelsrichtung, Richtungswechsel, Entfernungen)  orientieren. Außerdem wissen wir dank der Studie nun, daß Frauen besser sind in sinnlichen Wahrnehmungen, in der Sprache, in der Interpretation von Gefühlen und Körpersprache. Männer können dagegen eine "Drehung im Kopf", eine gedankliche räumliche Drehbewegung  - das sogenannte "mentale Rotieren" eines beliebigen geometrischen Gegenstandes besser vollziehen. Sie gehen auch hier abstrakter an die Aufgabe, während Frauen "nebenbei" auch noch die realen sonstigen Eigenschaften des Körpers registrieren.

    Meine Erfahrung besagt:
       In der Unfähigkeit zum logischen Denken gleichen sich viele Männer und Frauen.
 Da Denken ebenso eine Frage des Trainings ist wie z. B. Leichtathletik, dürften wohl trainierte Gehirne beiderlei Geschlechts den untrainierten Gehirnen des anderen Geschlechts haushoch überlegen sein.  Anders als beim körperlichen Training nähert sich Leistungsvermögen männlicher und weiblicher Gehirne vermutlich durch Training sehr an.
  Was ich allerdings davon halten soll, was eine Medizinstudentin sagte, weiß ich noch nicht. Sie meinte: "Gehirne lassen sich nicht trainieren."
Gut, ich hätte vielleicht nicht sagen sollen, daß ich "mit einem durchtrainierten Gehirn" vom Studium nach Hause ging. Doch wenn ich sage: ich habe mein Denkvermögen trainiert. - ist das nicht gleichzeitig ein Gehirntraining?
Die Information habe ich aus der 3Sat-Sendung "nano"vom 9. 5. 2006, 18.30 - 19.00 Uhr

     Meine Erfahrung mit dem "rückwärts Einparken", das uns Frauen angeblich so schwer fällt, gehört wohl auch in diese Kategorie: ich konnte es erst richtig, nachdem ich ein paarmal mit Spielzeugautos meines Sohnes geübt hatte (mit Hänger!).
Das wäre mein Tip an Frauen, die dabei Probleme haben und an Fahrschul-Lehrer, die Frauen helfen wollen, das Einparken schneller und sicherer zu lernen. Üben Sie mit Spielzeugautos auf dem Tisch. Die Männer sind deshalb im Vorteil, weil sie das schon als Kinder länger geübt haben.
5. Denken nur in Worten?
     Vor langer Zeit - es muß ca. 25 Jahre zurückliegen - stieß ich auf einen Satz, der meinen intuitiven Widerspruch hervorrief. Zumindest dachte ich lange über ihn nach:
  "Der Mensch denkt nur (!) in Worten."
  Zuerst mag man sich fragen, ja gibt es denn noch eine andere Möglichkeit, zu denken? Natürlich denken wir in Worten, so wie wir auch in Worten sprechen. Sprache und Denken sind so sehr gekoppelt, daß wir glauben, nur in Worten zu denken.  Mit den Ergebnissen der obigen Studie könnte man vielleicht vermuten, daß das Denken in Worten eher Männern liegt. Aber wie kann man noch denken?
6. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
    Bildgeschichten waren in der Zeit, ehe das Schreiben und das Lesen allgemeine Verbreitung fanden, die Hauptinformationsträger. In Bildergeschichten wurde dem Volk Wissen nahegebracht, die mündlich vorgetragenen Informationen wurden in Gedanken mit dem Bildinhalt verknüpft und so sicher gespeichert. Teilweise konnten Zusammenhänge aus den Bildern selbst rekonstruiert werden, wenn man sie vergessen hatte.  Es gab sogar eine Methodik, wie diese Bilder variiert wurden, um das Interesse und das Merken zu fördern. Die katholische Kirche war der Träger des Wissens und seiner Weitergabe. Die katholische Kirche zeichnete sich durch eine riesige Bilderfülle aus.
Es gab sogar "gebackene" Bildgeschichten: den Spekulatius.
7. Bilder-Stürmer
             Mit der Reformation setzte auch die Ablehnung des bildhaften Denkens ein. Äußeren Ausdruck für den Siegeszug der rein rational-abstrakten Denkweise in Worten war die berühmt-berüchtigte Bilderstürmerei.  Sicher hatte die Bilderfülle früherer Zeiten teilweise ihren Sinn verloren, war zum Selbstzweck verkommen. Doch war wohl das Umschlagen in das andere Extrem auch keine optimale Reaktion.
       Jedoch war die Abkehr vom bildhaften Denken hin zum Wort-Denken die wichtigste Voraussetzung für die Etablierung der modernen abstrakten Wissenschaften.
    Die eigentliche historische Leistung der Reformation liegt auf diesem Gebiet: sie hat eine Revolution im Denken eingeleitet, die spätere Entwicklung der Naturwissenschaften und des geistigen Lebens in Europa, wie wir es heute kennen, erst ermöglicht.

   Fünfhundert Jahre sind lang genug, die Möglichkeiten einer Denkmethode  voll auszuschöpfen. Jetzt ist sie an ihre Grenzen gekommen, die nächste "geistige Erneuerung" steht historisch auf der Tagesordnung. Ihre Haupt-Träger werden - so wird allgemein behauptet - weiblich sein. "Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Frauen."
    Diese geistige Erneuerung  wird aus meiner Sicht in der Verbindung des rational-abstrakten "Wort"-Denkens mit dem analogisch-symbolischen "Bild"-Denkens bestehen. Da letztere Fähigkeit eher bei Frauen und Künstlern zu finden ist, wird sich deren geistiger Einfluß erweitern, erweitern müssen.
     Innerhalb des rationalen "Wort"-Denkens wird die lange genug "vergessene" dialektische Denkmethode (die den Frauen offenbar mehr liegt als den Männern) sich als notwendig, der formal-logischen Denkmethode überlegen und  damit als zukunftsfähig durchsetzen.
Bild oder Wort?
Liar in Wort und Bild

Es tut mir leid, ich finde die Quelle dieser Abb. zur Zeit nicht - ich suche weiter ...
8. Der Mönch und sein Meister
     Eine Geschichte über einen Lehrer, der seinen Schüler  nicht Wissen sondern Denken lehrte:
     Ein Mönch kam zu seinem Lehrer und fragte ihn: Meister, ich habe alle verlangten Übungen absolviert, was muß ich noch tun, um Erleuchtung zu finden? Der Meister fragte zurück: Hast du fertig gegessen? Als der Mönch das bejahte, erwiderte der Meister: Dann geh und wasch deine Schüssel. Der Mönch tat es und verstand.

   Lange habe ich über diese Geschichte gegrübelt, sah keinen Sinn darin. Wochenlang ging sie mir durch den Kopf, irgendwann hatte ich schließlich verstanden, was der Meister dem Schüler sagen wollte.

Natürlich werde ich hier nicht schreiben, was der Meister meinte und warum es der Schüler verstand.
Wenn jemand ungeduldig ist und es nicht selbst herausbekommt, der schreibe mir. Ich schicke ihm dann gern die Lösung.
Viel schöner ist es jedoch, wenn man durch Selbstdenken darauf kommt.
9. Das wissen-schaftliche Denken
      Die beiden in der Wissenschaft möglichen Methoden des Denkens - ich habe es schon oft erwähnt - sind  einerseits die formale Logik, das statische Denken und andererseits die Dialektik, das dynamische Denken.  Es geht hier nicht darum, der einen oder anderen Methode den Vorzug zu geben. Es geht darum, daß beide ihre Daseinsberechtigung haben und Erkenntnis behindert wird, wenn wir uns in freiwilliger Selbstbeschränkung nur auf der Erkenntnisebene der einen Denkmethode bewegen. Auch wenn das dialektische Denken zunehmend Einfluß in der Wissenschaft gewinnen wird und diese prägen wird, wird der formalen Logik noch genug Anwendungsspielraum bleiben. Auf keinen Fall wird sie deshalb "abgeschafft" werden.  Es ist genug Arbeit für beide Denkmethoden da. Die Kunst besteht darin, beide richtig, am richtigen Ort zur richtigen Zeit, einzusetzen und sie zu verbinden.
10. Logik
   Unlogik - formale Logik - dialektische Logik  - zwingende Logik 
Was ist "logisch"? Ist es das gleiche wie "folgerichtig"? Ist uns logisches Denken "angeboren"? Was hat Logik mit dem "gesunden Menschenverstand" zu tun?  Ist logisches Denken immer richtiges Denken?
siehe Logik
11. Dialektik
     Vermutlich verstehe ich  - aus der Dialektik-Schule des "dialektischen und historischen Materialismus" kommend - etwas anderes unter Dialektik als heute i. a. darunter verstanden wird.  Oft wird darunter lediglich die Kunst verstanden, einen anderen durch Spitzfindigkeiten auszutricksen. Die alte Definition besagt, daß Dialektik die Kunst ist, durch Rede und Gegenrede zur Wahrheit zu gelangen. Das ist das Prinzip der Rechtssprechung: Kläger und Angeklagter, Staatsanwalt und Verteidiger - und dann muß ein Richter entscheiden, wer "recht" hat.
   Doch manchmal liegt die Wahrheit  irgendwo dazwischen.
Deshalb gefällt mir der Ausspruch des Dialektikers Heraklit:
"Die Gegensätze fügen sich zur Harmonie." Darin steckt viel dialektisches Wissen.

Beliebt als Einstieg in dialektische Kurse  sind Fragen in dem Stil:
"Ist das Glas nun halbvoll oder halbleer?"
siehe  Dialektik
12. männliches Denken
     Die extreme Form männlichen Denkens sei der Autismus, die Denkstruktur des Autismus passe besser in unser Informations-Zeitaler, war eine Information, die bei einer Sendung von 3Sat (Expedition ins Gehirn, Mai 2006) mit vermittelt wurde.
    Am 23. 5. 2006 ging es bei Frau Maischberger in der ARD-Spätsendung um die Frage: "Kehrt das Patriarchat zurück?" -    Interessant wird es, wenn man beide Informationen verknüpft:

1. Soll  die Autismus-Argumentation eine biologistische Rechtfertigung dafür sein, daß das Denken der Männer heutzutage dem weiblichen Denken überlegen ist?
2. Wer behauptet denn, daß das Patriarchat zurückkehrt, wer will das denn?
3. Wir sind offenbar rettungslos der einseitigen männlichen Denkweise biologisch und gesellschaftlich ausgeliefert.
4. Diese Denkmethode hat  in ihrer einseitigen Anwendung verheerende Folgen: Krieg und Gewalt, Machtkämpfe (wie die Rangkämpfe bei Affenhorden), Konzentration auf das Individuum (Egoismus, Raffgier, ...) statt auf die "Familie" (die eigene, die Gruppe, die Gesellschaft, die Menschheit) gehören zu den Auswirkungen.




Beachten Sie bitte in 1. das Wort "überlegen": es ist hier durchaus in seiner doppelten Bedeutung gemeint:
1. die Behauptung, daß männliches Denken "besser" ist als weibliches
2. die Tatsache, daß das männliche Denken einseitig alle gesellschaftlichen Bereiche beherrscht und das weibliche Denken (da es gewaltfreies, machtfreies Denke ist) nicht zum Zuge kommt.

 

Wie es aussieht, ist mein Thema hochaktuell:
Ich will beweisen, daß das "weibliche" Denken, seine bewußte und stärkere Einbeziehung in alle gesellschaftlichen Belange einschließlich der Akzeptanz dieser Denkmethode durch die Männer, die Voraussetzung für das Überleben der Menschheit ist.

     Billiger kann ich es nicht machen.  Es geht jetzt um "alles oder nichts". Lassen wir diesem einseitig-männlichen Denken weiter Spielraum, richten die "wildgewordenen Männer
*" uns ganz zugrunde. (Das meint nicht alle Männer! Das meint nur die Einzelfälle, die extremen, die leider zur Zeit das Sagen haben auf der Welt.)


Achtung!
      Das ist schon wieder eine Stelle, an der Mißverständnisse auftreten können, deshalb betone ich es lieber einmal zu oft als zu wenig:
Die Männer sollen nicht aufhören, als Männer zu denken! Ich wünsche mir nur, daß sie erkennen, welche Vorteile es ihnen bringt, das "weibliche" Denken zusätzlich zu beherrschen!
* Diese Formulierung ist eine Abwandlung eines Textes der Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth, in dem sie u. a. von der "Verwilderung des Mannes" spricht und davon, daß die Frauen die Männer davor retten müssen. Sie macht diesen Gedanken an Märchen anschaulich, z. B. dem von den  "Wilden Schwänen"

Mehr über ihre Arbeiten und Erkenntnisse schreibe ich auf meiner Seite www.die-besten-gedanken.de, hier der Link auf die Seite:
zur WEB-Seite www.die-besten-gedanken.de, zur Seite über Heide Göttner-Abendroth
13. Beispiele für "männliches" und "weibliches" Denken
 Beispiele für die unterschiedliche Sichtweise von Männern und  Frauen zu philosophischen, naturwissenschaftlichen und sonstiges Fragen
   Am besten lassen sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Denkmöglichkeiten wohl an aktuellen Beispielen aufzeigen: verschiedene theoretische Modelle, Denkrichtungen, philosophische und politische Strömungen werde ich dahingehend analysieren, welche Denkmethoden   ihnen zugrunde liegen: die  "männliche" oder die "weibliche".   Es wird überraschen, wenn ich dabei herausarbeite, daß der Feminismus  nach ausgesprochen "männlichen" Denkprinzipien funktioniert. Auch das politische und ökonomische Konzept des Kapitalismus und  und die Politik im realen Sozialismus funktionieren und funktionierten ausschließlich "männlich" in dem Sinne, daß die für das "weibliche" Denken typischen Merkmale nicht enthalten waren und sind.
Dieses Thema wird in einer gesonderten Seite fortgesetzt, die noch im Aufbau ist.
14. Babajaga und die Optimierung
    Der Vorteil des Denken-Könnens gegenüber dem Auswendiglernen :
   In russischen Märchen passiert hin und wieder folgendes: Iwan (meist ist es Iwan) kommt zur Hexe Babajaga, weil er ein Problem hat. Entweder weiß es die Hexe schon oder sie läßt es sich erzählen. Nun gibt sie Iwan zu essen, bringt ihn zu Bett. Dann beginnt sie nachzudenken und die Problemlösung vorzubereiten.
     Die Hexe hat bestimmte Denkmethoden zur Problemlösung parat. Iwan bringt ihr das konkrete Problem, die Fakten, auf die sie ihre Denkweise, ihre Sichtweise (die anders ist als die Iwans) anwendet. Nicht das Wissen, sondern das Denken-Können  der Hexe hilft dem Iwan weiter.
   Moderner heißt dieses Denken-Können: Optimierung: Man nimmt mehrere Informationen (die man nicht einmal selbst zusammentragen muß) und "durchdenkt" sie, bis man die "optimale" Lösung aus den vielen möglichen herausgefunden hat.
   Das ist eine höchst vergnügliche Sache, zumindest ist es spannender als die Hauptstädte Europas auswendig zu lernen.

   Und dieses Beispiel zeigt auch den wesentlichen Unterschied zu allen anderen unter den Begriff des Denkens mit verstandenen Tätigkeiten: Die Fähigkeit zu optimieren heißt auch und vor allem, Möglichkeit und Wirklichkeit aneinander anzupassen: Was will ich, wie kann ich mein Ziel erreichen?  Eine Variante ist das "strategische Denken"  in Kriegen und Spielen.  Und hier sind wir wieder am Anfang der Seite: Denken als höchstes Vergnügen der menschlichen Rasse.
www.freude-am-erkennen.de / Denken     -   08. 03. 2008 Sitemap
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